Es wird eng beim Klimaschutz.

Am 7. November 2013 hielt der Leiter der Arbeitsgruppe 1 (physikalische Grundlagen) des Weltklimarates, Prof. T. Stocker aus Bern einen Vortrag im Rahmen der „Noblen Gespräche“ im Beutenberg Campus zum 5. Bericht des UN-Weltklimarates.

Um die Ergebnisse der Arbeit von 259 Wissenschaftlern aus 39 Ländern so verständlich wie möglich darzustellen, wurden diese in der Form von Hauptaussagen auf zwei Seiten, quasi als „Destillat“ zusammengefasst.

Damit kann sich niemand mehr herausreden, dass die Kenntnisnahme der Ergebnisse zu komplex und unverständlich und ihm bzw. ihr damit nicht möglich sei. Ein Zitat aus diesem Dokument:

„Jedes der letzten drei Jahrzehnte war an der Erdoberfläche sukzessive wärmer als alle vorangehenden Jahrzehnte seit 1850. In der Nordhemisphäre war 1983-2012 wahrscheinlich die wärmste 30-Jahr-Periode der letzten 1400 Jahre. […] Der menschliche Einfluss auf das Klimasystem ist klar.“

In dem Bericht werden verschiedene Szenarien untersucht, wie sich das Klima in Abhängigkeit von der gesellschaftlichen Reaktion auf die Probleme zukünftig entwickeln wird. Das die Klimaerwärmung am stärksten begrenzende Szenario (RCP2.6) erfordert die sofortige drastische und nachhaltige Reduktion der anthropogenen CO2-Emission. Nur bei diesem Szenario besteht eine reale Chance, das 2-Grad-Ziel überhaupt noch zu erreichen. Das Szenario RCP8.5 wurde in dem Vortrag als „Business as usual“ bezeichnet. Bei diesem Szenario wird eine Erhöhung der mittleren Oberflächentemperatur der Erde um mehr als 4 Grad erwartet. Das verändert die biologischen Grundlagen menschlichen Lebens drastisch. Unser heute als Mainstream üblicher Lebensstil wird dann wohl nicht mehr möglich sein. Einen ausführlichen Bericht über den Vortrag hat Annette in ihrem Blog geschrieben.

Nun sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit das Eine, das Ziehen von Konsequenzen und Einleiten von Änderungen das Andere. Letzterem haben wir uns im Klimanetz verschrieben. Zur Weiterführung unserer Arbeit führen wir am Sonnabend, 16. November eine Zukunftswerkstatt durch, zu der wir alle Interessenten herzlich einladen.

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