Es wird eng beim Klimaschutz.

Sonntag, 10. November 2013

Am 7. November 2013 hielt der Leiter der Arbeitsgruppe 1 (physikalische Grundlagen) des Weltklimarates, Prof. T. Stocker aus Bern einen Vortrag im Rahmen der „Noblen Gespräche“ im Beutenberg Campus zum 5. Bericht des UN-Weltklimarates.

Um die Ergebnisse der Arbeit von 259 Wissenschaftlern aus 39 Ländern so verständlich wie möglich darzustellen, wurden diese in der Form von Hauptaussagen auf zwei Seiten, quasi als „Destillat“ zusammengefasst.


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Alles prima mit dem Klima?

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Seit fünf Jahren setzen sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region Jena aktiv für Projekte ein und mischen in der Stadtplanung mit, um den Klimaschutz in und um Jena zu befördern.

Unter dem Motto "Global denken- lokal handeln" versuchen wir in unserem Lebensumfeld die vorhandenen Möglichkeiten der Mitwirkung auszunutzen und neue zu entwickeln. Dabei sind wir auf die Ideen und das Engagement der Beteiligten angewiesen. Bisher engagierten wir uns bei der Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz und des Energiekonzepts der Stadt Jena, begleiteten die Stadtplanungen zur Klimaanpassungsstrategie, setzten uns für die Ausweitung des Nahverkehrs und den Kauf von Ökostrom für die kommunalen Einrichtungen ein, waren maßgeblich an der Gründung der Energiegenossenschaft „BürgerEnergie Jena eG“ beteiligt, erarbeiteten Vorträge und Veröffentlichungen und stellten uns bei den Jenaer Umwelttagen vor.

Nach 5 Jahren ist es Zeit für eine Bilanz und einen Neuanfang. Dabei wollen wir weder das, was wir als Erfolg verbuchen, einfach fortführen, noch wegen Enttäuschungen aufgeben, denn die Klimaveränderungen warten nicht. Also suchen wir nach neuen, frischen Ideen für weitere Projekte und Aktionen. Neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter können sich an dieser Stelle voll einbringen.

Damit wir bei einem Startschuss für diese neue Phase auch gleich alle Ideen erfassen und auf den Weg bringen, führen wir eine Veranstaltung durch, die sich am methodischen Konzept der Zukunftswerkstatt orientiert: Wir gehen von der Kritik der Zustände aus, stellen uns vor, wie das geglückte Ergebnis unserer Anstrengungen aussehen könnte und begeben uns dann auf den Weg der Realisierung der daraus entstandenen Ziele. Bei solchen Veranstaltungen werden häufig aus unklaren Vorstellungen konkrete Projekte, die dann die weiteren Aktivitäten beflügeln.

Wir laden Interessierte an unserer Arbeit herzlich zu dieser Zukunftswerkstatt ein.

Sie findet am 16.11.2013 von 10 – 16 Uhr statt. (Der genaue Ort wird von der Anzahl der Teilnehmenden abhängen und den angemeldeten Personen noch mitgeteilt; ggf. ist eine Mitbeteiligung an der Finanzierung der Miete erwünscht). Wir bitten um Anmeldung an contact@zw-jena.de.

Jenaer Klima-Anpassungs-Strategie

Samstag, 9. Februar 2013

Wer den Begriff „Jenkas“ zum ersten Mal hört, wird vielleicht an eine regionale Käsespezialität denken. Jedoch: Weit gefehlt, denn JenKAS steht als Abkürzung für „Jenaer KlimaAnpassungsStrategie“. Es handelt sich dabei um ein Forschungsprojekt in welchem für die Stadt Jena im Rahmen eines bundeweiten Modellprojektes Strategien entwickelt wurden, wie sich die Stadt mittel- und langfristig auf die bevorstehenden Klimaveränderungen einstellen kann. Die Ergebnisse des Projektes sind auf der website jenkas.de dokumentiert. Im Klimanetz Jena wurden von Herrn Kober, der seitens der Stadtverwaltung an diesem Projekt beteiligt war, die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Hintergrund des Projektes ist die Einsicht, dass auch dann, wenn es gelingen würde, die Emissionen von Treibhausgasen sofort und global massiv zu verringern, sich die Lebensbedingungen in Jena so drastisch ändern würden, dass sich die Stadt perspektivisch darauf einstellen muss. Dies betrifft beispielsweise Fragen der Stadtplanung, wie der Bebauung genauso wie eine nötige Veränderung des Baumartenbestandes oder der Verhaltensweisen der Menschen bei zu erwartenden häufigeren extremen Wetterlagen.

Die Ergebnisse des Projektes sind außerordentlich interessant und es ehrt die Verantwortlichen der Stadt, sich diesen Problemen langfristig zu stellen und die erarbeiteten Resultate in die heutige Arbeit einfließen zu lassen. Letztlich jedoch ist dies zu kurz gegriffen: Nötig ist eine grundlegende Veränderung unseres Lebensstils, der Art und Weise, wie wir was Produzieren und Konsumieren. Sicher kann Jena das nicht für sich allein machen, wenngleich sich in den Projektergebnissen auch einzelne Aspekte finden, die in die Richtung einer Änderung unseres Lebensstils weisen – beispielsweise der Hinweis, das Unterholz in den Jenaer Wäldern zu nutzen, um den Einsatz regionaler Bioenergie zu verbessern.

Ebenso bleibt die Frage, wie ein solcher Lebensstil aussehen könnte, wie sich der Alltag darin gestalten würde. Einige Antworten darauf sind in dem Buch „Kartoffeln und Computer“ von P. M. zu finden, welches im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des MobB e. V. und der Zukunftswerkstatt Jena am Donnerstag, 28. Februar 2013 in den Räumen des MobB e. V. vorgestellt wird und sicher Anlass zu einer angeregten Diskussion sein wird. Alle Interessenten sind dazu herzlich eingeladen.

ein Bürgerticket für alle

Mittwoch, 16. Januar 2013

Ein Arbeitsschwerpunkt im Klimanetz im vergangenen Jahr war die Problematik des öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV). Dies stand im Zusammenhang damit, dass Fragen des Verkehrs einerseits bezüglich des Klimawandels und andererseits für die individuelle Mobilität von großer Bedeutung sind. Gleichzeitig ist in Jena ein neuer Nahverkehrsplan für den Zeitraum von 2013 bis 2017 in Arbeit, an dessen Diskussion wir uns im Rahmen eines „Bürgernahverkehrplans“ beteiligen.

Wir haben dabei langfristig die Forderung nach einem ÖPNV zum „Nulltarif“ aufgemacht. Die Idee dahinter ist eine massive Stärkung des ÖPNV und damit eine Reduzierung des individuellen motorisierten Verkehrs. Dadurch wird einerseits die Umweltverschmutzung reduziert und andererseits das Recht auf individuelle Mobilität auch für sozial schwache Menschen gewährleistet. Nulltarif bedeutet dabei natürlich nicht kostenlos, sondern die anfallenden Kosten werden über eine Umlagefinanzierung im Sinne einer Flatrate gedeckt. Beispiel Semesterticket, was es ja in Jena gibt.

Gestern hörte ich zufällig im Radio ein Interview mit einem Geographie-Hochschullehrer, der ebenfalls diese Position zum Ausdruck brachte, jedoch gleich bundesweit: Ein Bürgerticket für alle. Die Dokumentation dieses Gesprächs ist auf einer Webseite von Deutschlandradio Kultur veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen.

Was können wir tun?

Sonntag, 16. Dezember 2012

In unserer KlimaNetz-Beratung im November kam die Frageauf, was wir als sehr wenige Personen, die sich im KlimaNetz Jena zusammengefunden haben denn nun konkret tun können, um etwas gegen den Klimawandel voran zu bringen. Die tatsächlichen Entwicklungen sind ja wohl eher dem von uns gewünschten Trend genau entgegengesetzt.

In unserer Dezember-Beratung haben die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Jena deshalb ihre Vorstellungen dazu im Rahmen eine kleinen Vortrags [download als PDF-Dokument] dargestellt. Der Kerngedanke darin ist, dass die Zukunft zwar grundsätzlich offen, also von uns nicht vorherbestimmbar ist, es jedoch heute bereits viele "Keimformen" einer Art zu leben und zu produzieren gibt, die für eine zukünftige Gesellschaft aus unserer Sicht wünschenswert sind. Im Moment eines gesellschaftlichen Umbruchs, dessen Ausrichtung, wie wir 1989/90 erleben konnten, innerhalb weniger Wochen entschieden werden kann, können diese Keimformen dazu beitragen, dass die Entwicklung in Richtung einer Selbstentfaltungs-Gesellschaft geht.

Einer solche Gesellschaft ist Commons-basiert und damit durch Kooperation bestimmt. Es gibt bereits heute in Jena eine Vielzahl von Aktivitäten, die als Keimform für eine solche Entwicklung gelten können. Wer an weiterführenden Informationen und Diskussionen zu diesen Fragen interessiert ist, der sei auf eine Veranstaltungsreihe im Umsonstladen Jena / MobB e. V. Jena verwiesen, die gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen für das erste Halbjahr 2013 durchgeführt wird.

Allzeithoch für Preise von Benzin und Diesel

Montag, 20. August 2012

... Ich traute heute meinen Augen kaum: 1,57 € zeigte die Preistafel für Diesel an der Shell-Tankstelle in Winzerla heute (20. August 2012) nachmittag gegen halb sechs. Heftig. Gut, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Eine kurze Recherche im WWW ergab, dass es letztes Wochenende bundesweit einen neuen Rekord bei den Preisen von Diesel und Benzin gab.

Interessant dazu der Bericht auf den Seiten der Tagesschau - vor allem die Schlussfolgerung, der "Rat für den Verbraucher": Dieser sollte zuallererst weniger verbrauchen oder umsteigen auf alternative Antriebe auf der Basis von Erdgas oder Strom. Und: " Ansonsten bleiben natürlich noch ganz andere Verkehrsmittel wie der Öffentliche Nahverkehr und die Bahn."

Nun denn - engagieren wir uns also für ein Jenaer Nahverkehrskonzept, das dem Rechnung trägt. Voraussichtlich am 13. September ist am Anger eine weitere Beratung dazu.

Neues Extrem-Ereignis

Mittwoch, 25. Juli 2012
Gestern veröffentlichte die NASA eine Meldung, die mich aufhorchen ließ: Innerhalb weniger Tage (vom 7. bis 12. Juli 2012) ist die Eis-Oberfläche Grönlands nahezu vollständig aufgeschmolzen.

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Umwelttag 2012

Samstag, 2. Juni 2012

Am 2. Juni 2012 fand anlässlich des Jenaer Umwelttages in der Goethe-Galerie in Jena eine Ausstellung Jenaer Umweltinitiativen statt, an der sich auch das KlimaNetz Region Jena, wie auch schon in den Vorjahren  beteiligte.

Es gab viele angeregte Gespräche und Diskussionen mit den Besuchern. Neben Fragen zum Klimanetz und dessen Arbeit fand vor allem die Bestimmung des individuellen CO2-Fußabdrucks regen Zuspruch.

Eher zufällig hingegen war wohl, dass gegenüber unsres Standes der Studentenrat der FSU mit Kostproben veganer Brotaufstriche präsent war. Das war sozusagen die ideale praktische Ergänzung der vom Klimanetz dargestellten Problematik des zu hohen Fleischverbrauchs.

Alles in Allem war es aus meiner Sicht eine gelungene Veranstaltung.