So heiß...

Donnerstag, 6. Juli 2017
So besonders heiß hab ich den Juni noch gar nicht empfunden - es kamen immer wieder abkühlende Gewitter und Tiefdruckgebiete. Aber mal ehrlich, ist dieser Wechsel von Hitzerekorden und Rekordunwettern noch normal? Wir werden uns nach und nach an veränderte Wetterlagen gewöhnen, in 10 Jahren weiß kaum noch jemand, wie "langweilig" normal das Wetter früher mal war. Höchstens die Versicherungsstatistiken zeigen die  Veränderungen. Und dass man viel stärker darauf achtet, ob das eigene Haus, die eigene Wohnung, das Dach oder der Baum vorm Haus auch wirklich sicher sind...

Wer kein Auto mit Klimaanlage hat (wie ich bis vor zwei Jahren), hat einfach Pech und auch sonst muss man sich nur auf die Hitze einstellen. Ventilatoren, Klimaanlagen; vielleicht lernen wir auch die Häuser so zu bauen wie am Mittelmeer. Leider ist nicht zu erwarten, dass sich die Arbeitswelt auf die Kultur der Siesta einstellt. Da müssen wir irgendwie durch...

An den wechselnden Wetterlagen sehen wir schon, dass es nicht einfach nur ein wenig wärmer wird (1,4 Grad, um die es durchschnittlich in Deutschland wärmer ist als vor der Industrialisierung, merkt man ja normalerweise kaum). Aber eine Animation auf der Webseite www.wetter.de zeigt, wieso mit der Erhöhung der Durchschnittstemperatur die Wetterextreme auf der heißen Seite zunehmen:

 Eine weitere Animation auf dieser Website zeigt die Veränderungen des Eises in der Arktis. Es wird nicht nur weniger, sondern das Eis überlebt nicht so lange in der Arktis und ist deshalb nicht mehr so dick wie früher:

Ich hatte in der letzten Zeit einiges zusammen getragen über die Veränderungen, die uns und unsere unmittelbaren Nachkommen in den nächsten Jahrzehnten erwarten. Aus Erfahrungen zu lernen, d.h. auf die deutlich erlebbaren Folgen zu warten vor einem Umsteuern in der Energie-, Wirtschaftspolitik und der Veränderung unserer Lebensweise, wird nicht ausreichen. Das führt dazu, dass bis dahin immer mehr Treibhausgase, wovon Kohlendioxid über 100 Jahre in der Atmosphäre bleibt, ausgestoßen werden und dass einige Kipp-Elemente bereits gekippt sein werden, so dass das Weltklima sich nicht nur gemächlich wandeln wird, sondern innerhalb von Jahrzehnten deutliche Umbrüche zu erwarten sind, die u.a. die Landwirtschaft und globale Transportwege beeinträchtigen werden. Hier ist die Anwendung des Vorsorgeprinzips unabdingbar.

Das ist eigentlich alles seit 1990 bekannt. Damals wurde vorgeschlagen, spätestens ab 1995 mit einem radikalen Richtungswechsel beim Ausstoß der Treibhausgase zu beginnen (siehe die Bilder in meinem Blogbeitrag dazu). Das Papier ist geduldig. Der Klima-Umbruch wird es nicht sein. Je später wir "in den Knick" der Umkehr des Treibhausgasausstoßes kommen, desto radikaler muss er ausfallen, wenn wir bestimmte Schwellwerte und damit Kipp-Elemente nicht überschreiten wollen. Das Jahr 2020 ist ein weiteres Jahr, von dem gehofft wird, dass es den Abknickpunkt unserer Emissionen bezeichnet.

Klimaforscher haben nun in einem offenen Brief darauf aufmerksam gemacht, dass es nur noch drei Jahre sind bis dahin! wetter.de schreibt dazu:

"Wenn spätestens ab 2020 der Ausstoß peu a peu gesenkt wird, wird die globale Temperatur wahrscheinlich nicht die Schwelle übertreten, hinter der es für den Klimawandel kein Halten mehr gibt."

Die Wissenschaftler schlagen auch einen 6-Punkte-Plan vor, dessen Erfüllung mit großer Wahrscheinlichkeit die Temperaturziele von Paris noch einhalten könnte:

  1. Erneuerbare Energien sollten mindestens 30 Prozent des Strombedarfs der Welt abdecken (gegenüber 23,7 Prozent im Jahr 2015). Nach 2020 dürften keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigt werden, bestehende müssten auslaufen.
  2. Städte und Regionen sollen Aktionspläne starten, um Gebäude und Infrastruktur bis 2050 ohne Kohle zu betreiben. Jedes Jahr müssten Städte mindestens drei Prozent ihrer Gebäude so modernisieren, dass sie keine oder fast keine Emissionen erzeugen.
  3. Elektroautos müssten bis 2020 mindestens 15 Prozent der globalen Verkäufe ausmachen (heute knapp ein Prozent für E-Autos oder Plugin-Hybride). Es brauche Zusagen, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu verdoppeln, die Kraftstoffeffizienz von Lastwagen um 20 Prozent zu steigern und im Luftverkehr 20 Prozent weniger Treibhausgase pro Kilometer auszustoßen.
  4. Statt Wälder weiter zu zerstören, müsse es Aufforstung geben. Die Netto-Emissionen durch Rodung und Landnutzung müssten im nächsten Jahrzehnt gestoppt werden.
  5. Die Schwerindustrie müsse Pläne mit dem Ziel vorlegen, ihre Effizienz zu verbessern und Emissionen weit vor 2050 zu halbieren.
  6. Die Finanzwirtschaft sollte Kapitalflüsse überdenken und bis 2020 mindestens eine Billion US-Dollar pro Jahr für den Klimaschutz mobilisieren - hauptsächlich aus dem privaten Sektor. Regierung, Banken und Kreditgeber wie die Weltbank müssen mehr «grüne Anleihen» auflegen, um den Markt von 81 Milliarden US-Dollar 2016 zu verzehnfachen.

Wie wahrscheinlich ist das, wenn derzeit Menschen, die so etwas fordern, von der Polizei zusammengedroschen werden, während die führenden Politiker dieser Welt in Hamburg gerade das Gegenteil solch vernünftiger Politik diskutieren, nämlich eine weitere Entfesselung der profitablen kapitalistischen Wirtschaft auf dem ganzen Planeten?

"Nachhaltige Begegnungen" in Schlöben

Samstag, 22. Oktober 2016

Im Bioenergiedorf Schlöben findet ab Herbst 2016 eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel  "Nachhaltige Begegnungen" statt. Sie wird  eröffnet am 2. November 19 Uhr durch den Bürgermeister der Gemeinde Hans-Peter Perschke. 

An 8. Dezember geht es weiter mit dem Vortrag "Planetare Grenzen" von Annette Schlemm vom Klimanetz Jena und Umgebung.  

 Aus dem Einladungstext:

Die wirtschaftlichen Aktivitäten auf unserem Planeten überschreiten nicht nur mengenmäßige „Grenzen des Wachstums“, sondern zerstören vor allem Selbstregulierungsprozesse vieler geologischer, klimatischer und ökologischer Netzwerke. Ein neues Konzept versucht, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über diese komplexen und nichtlinear ablaufenden Prozesse zusammenzuführen: Das Konzept der „Planetaren Grenzen“. Leider ist es noch längst nicht so bekannt wie die „Grenzen des Wachstums“, obwohl es mindestens ebenso brisant und grundlegend für eine Einschätzung der Sachlage ist. Der Vortrag von der Physikerin und Philosophin A. Schlemm aus Milda wird dieses Konzept, das unsere Kämpfe um eine lebenswerte Welt in den nächsten Jahrzehnten begleiten wird, vorstellen.

Nach uns die Sintflut? Unwetter, Klimawandel und unangepasste Gesellschaft

Freitag, 3. Juni 2016

Es gießt wie aus Strömen. In unsrer Region braucht der Boden das sogar noch. Aber seit Tagen geistern Unwetterberichte durch die Medien. Das spielt sich nicht mehr ganz weit weg ab, sondern fast nebenan. Ich überlege automatisch: War ich in der Gegend schon mal, die da grad genannt wird? Habe ich Bekannte dort, ist jemand von den Freunden grad da unterwegs? Und die Toten waren Leute wie Du und ich, ich habe nicht nur schemenhafte Vorstellungen von ihnen. Es wird von „zerstörten Existenzen“ derer berichtet, die ihr Leben noch retten konnten. Nein, es geht uns nicht mehr gut. Das Elend ist nicht mehr weit weg. Die Einschläge, mit denen wir auch wir existenziell bedroht werden, kommen immer näher und sie werden immer häufiger.

Ist das nur Zufall oder schlägt da der Klimawandel zu? Müssen die Betroffen nun einfach nur tapfer weiter machen oder sollten wir alle darüber nachdenken, was an unserer Lebensweise mit dazu beiträgt, solch verheerende Unwetter zu erzeugen?

Mehr im "Philosophenstübchen"



Jenaer Umwelttag 2016

Samstag, 28. Mai 2016

Am 21. Mai 2016 fand in Jena der jährliche Umwelttag statt, an dem sich auch in diesem Jahr das Klimanetz mit einem kleinen Stand beteiligte. Erstmalig fand der Umwelttag gemeinsam mit dem Kinder- und Familienfest auf der Rasenmühleninsel statt. Bei angenehmem Wetter wurde die Rasenmühleninsel dann auch rege besucht – vor allem von jungen Familien mit Kindern aller Altersstufen.

Wie in den vergangenen Jahren, wurden auch in diesem Jahr wieder einige CO2-Fußabdrücke bestimmt. Am meisten überraschte die Gäste dabei der enorme Einfluss von Flugreisen, insbesondere Interkontinentalreisen, auf die persönliche CO2-Bilanz.

Klimanetz-Stand Umwelttag 2016

Wir hatten uns in diesem Jahr speziell mit dem Thema der vom Klimawandel angetriebenen Migration auseinandergesetzt und dazu ein Poster erarbeitet. Es zeigte sich jedoch bei einigen Diskussionen am Stand des Klimanetzes, dass die Problematik der Migration bezüglich ihrer Ursachen letztlich zu komplex ist, um sie auf einem Poster darstellen zu können. Denn die Folgen des Klimawandels sind immer nur ein Moment im Komplex der Ursachen, die letztlich zu einer Flüchtlingsbewegung führen. Der Beitrag von Annette „Migration und Flucht im Kapitalozän“ stellt den Ursachenkomplex der der Migrationsbewegungen ausführlicher dar. Neben dem bereits genannten Poster zu Fragen der Migration stehen an dieser Stelle auch die Poster der vergangenen Jahre zum Download zur Verfügung:

Sind Erderwärmung und Klimawandel noch zu stoppen?

Samstag, 31. Oktober 2015

Wie der Titel dieses Beitrags war eine Informationsveranstaltung betitelt, die diese Woche in Jena stattfand. Eingeladen hatte das Europäische Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei. Auf dem Aufsteller neben dem Rednerpult stand der Slogan „Reden Sie mit!“.

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Die Tage der kommenden „Allzeithochs“ – Klimawandel und Extreme Hitzetage

Freitag, 3. Juli 2015

Hitze Es ist heiß an diesem Wochenende. Nach einem recht kühlen Frühsommer knallt uns eine unerbittlich heiße Sonne in den Juli hinein. Jede Bewegung treibt den Schweiß hervor und vor dieser Hitze gibt es kaum Fluchtmöglichkeiten. Über 40° Celsius an mehreren Tagen hintereinander – die Reporter sprechen bereits vom „Allzeithoch“. Wissen die etwa schon, dass die Zeiten bald enden werden? Was wissen sie denn schon von „allen Zeiten“? Sie werden sich genau wie jene blamieren, die gleich zu Anfang des Jahrhunderts von „Jahrhundertfluten“ schwätzten.

Mehr im "Philosophenstuebchen"

Das Anthropozän und Planetare Grenzen

Samstag, 13. Juni 2015


Zu dem von der Zukunftswerkstatt Jena für den Umwelttag 2015 in Jena erarbeiteten Poster gibt es auch erklärende Texte zum Anthropozän und zu den Planetaren Grenzen.

Diese Texte sind Bestandteil der Arbeit an einem neuen "INFO", bei dem es um  neuen Inhalten zur Zukunft der Menschheit im weitesten Sinne geht.

Eine Präsentation gibt es inzwischen auch dazu.

Und es gibt eine Wiki-Seite für die weitere Arbeit an diesen Themen.




Wie hängen EEG-Umlage und Strompreise zusammen?

Donnerstag, 22. Mai 2014
Die Zukunftswerkstatt Jena hat eine neue Dokumentation zur EEG-Umlage und dem Strompreiswachstum erarbeitet. Die Einzelkapitel können hier gelesen und kommentiert werden:

Der gesamte Beitrag kann auch als pdf-Datei heruntergeladen werden. 

Energiewende 2013

("Keine halben Sachen, Altmaier!
Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!")

(Bildcopyright "copyright: sfv / mester")

Kongress lokaler Nachhaltigkeitsinitiativen

Dienstag, 17. April 2012
6. Netzwerk21Kongress vom 15. bis 16. Oktober 2012 in Erfurt
Bundesweiter Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen

Motor für Nachhaltigkeit gesucht!
Was kann Wirtschaft und Zivilgesellschaft?

Am 15. bis 16. Oktober 2012 findet in Erfurt der 6. Netzwerk21Kongress statt. Er steht unter dem Leitthema Motor für Nachhaltigkeit gesucht! Was kann Wirtschaft und Zivilgesellschaft?


Unter dem Eindruck der dann stattgefundenen Konferenz Rio+20 steht die Rolle der lokalen Akteure im Fokus.

  • Wie kann das Umsteuern hin zu einer nachhaltigen Entwicklung durch Aktivitäten auf der lokalen Ebene spürbar beschleunigt werden?
  • Wie können die Aktuere aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik dafür besser zusammenwirken?
  • Welche Erwartungen sind dabei realistisch?

Der Kongress findet vom mit Unterstützung des Freistaates Thüringen, der Stadt Erfurt, des Beirates zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen sowie des Thüringer Nachhaltigkeitszentrums statt.

Hier gehts zur Website des Kongresses...

NACHHALL – Messe für ökologischen und fairen Konsum

Dienstag, 17. April 2012
Am 28. April öffnen sich die Türen des Jenaer Rathauses für
„NACHHALL – Messe für ökologischen und fairen Konsum“.

Von 10.00-18.00 Uhr stellen sich in der Jenaer Rathausdiele
zahlreiche Firmen, Organisationen und Vereine aus Thüringen und
Deutschland vor.



"NACHHALL – Messe für ökologischen und fairen Konsum" vollständig lesen

Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland

Mittwoch, 11. April 2012

Es spricht sich langsam herum: immer mehr ländliche Regionen wollen "Bioenergiedorf" oder "Bioenergieregion" werden. Der Saale-Holzlandkreis liegt dabei ganz vorn. Hier gibts Berichte davon:

Über die Potentiale der Bioenergie in Thüringen gibt es auch eine umfassende Studie.

Bürgernahverkehrsplan gut gestartet

Donnerstag, 5. April 2012

Unter dem Dach der Lokalen Agenda 21 ist das Projekt eines „Bürgernahverkehrsplans“ in der letzten Woche erfolgreich gestartet. Fast zwanzig Bürgerinnen und Bürger hatten sich zusammengefunden, um sich aktiv in die Diskussion um den Nahverkehrsplan 2013 bis 2017 einzubringen.

Die Diskussion ergab sehr schnell, dass vor allem die Bus-Anbindungen der kleineren, dörflichen Ortsteile als ein Problem gesehen werden. Hier ist es ganz offensichtlich dringend notwendig, weiter zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen, wie die Bewohner dieser Ortsteile besser als bisher den Nahverkehr nutzen können.

Ein weiteres, vielleicht etwas größeres Thema ist die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr insgesamt attraktiver gestaltet werden kann, damit mehr Einwohner und Gäste unserer Stadt Busse und Bahnen nutzen und der Autoverkehr unterm Strich reduziert werden kann.

Allen Anwesenden ist eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den Kommunalpolitikern und dem Jenaer Nahverkehrsunternehmen wichtig, denn ein solcher Bürgerarbeitskreis ist natürlich nur sinnvoll, wenn das, was hier vorgebracht und besprochen wird, auch angenommen und diskutiert wird.

Der Arbeitskreis wird sich das nächste Mal am 26. April 2012 um 17.00 Uhr in der Stadtverwaltung Am Anger 1 treffen und weitere Schritte besprechen. Auf diese Veranstaltung wird nochmals gesondert hingewiesen werden. Vielleicht finden sich auch noch weitere Bürgerinnen und Bürger, die mitdiskutieren möchten!?
 

Matthias Mann

Bürger-Nahverkehrsplan in Jena oder Nahverkehrsplanung von unten

Montag, 26. März 2012

Was soll das sein?

Die Träger des ÖPNV – die kreisfreien Städte und Landkreise – sind gehalten alle vier oder fünf Jahre einen so genannten Nahverkehrsplan zu erstellen. Der aktuelle Nahverkehrsplan (aus dem Jahr 2007) umfasst die Jahre 2008 bis 2012.


"Bürger-Nahverkehrsplan in Jena oder Nahverkehrsplanung von unten" vollständig lesen

Gibt es die Erderwärmung wirklich?

Montag, 26. März 2012

Wir genießen einen wunderbaren Frühling nach einem wieder einmal kälteren Winter. Können wir uns beruhigt zurücklehnen und die Warnungen vor einem Klimawandel beiseite schieben? 

Leider nicht:


 

Nächstes Treffen und weitere Termine

Mittwoch, 21. März 2012

Alles prima mit dem Klima?

Seit fünf Jahren setzen sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region Jena aktiv für Projekte ein und mischen in der Stadtplanung mit, um den Klimaschutz in und um Jena zu befördern.

Unter dem Motto "Global denken- lokal handeln" versuchen wir in unserem Lebensumfeld die vorhandenen Möglichkeiten der Mitwirkung auszunutzen und neue zu entwickeln. Dabei sind wir auf die Ideen und das Engagement der Beteiligten angewiesen. Bisher engagierten wir uns bei der Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz und des Energiekonzepts der Stadt Jena, begleiteten die Stadtplanungen zur Klimaanpassungsstrategie, setzten uns für die Ausweitung des Nahverkehrs und den Kauf von Ökostrom für die kommunalen Einrichtungen ein, waren maßgeblich an der Gründung der Energiegenossenschaft „BürgerEnergie Jena eG“ beteiligt, erarbeiteten Vorträge und Veröffentlichungen und stellten uns bei den Jenaer Umwelttagen vor.

Nach 5 Jahren ist es Zeit für eine Bilanz und einen Neuanfang. Dabei wollen wir weder das, was wir als Erfolg verbuchen, einfach fortführen, noch wegen Enttäuschungen aufgeben, denn die Klimaveränderungen warten nicht. Also suchen wir nach neuen, frischen Ideen für weitere Projekte und Aktionen. Neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter können sich an dieser Stelle voll einbringen.

Damit wir bei einem Startschuss für diese neue Phase auch gleich alle Ideen erfassen und auf den Weg bringen, führen wir eine Veranstaltung durch, die sich am methodischen Konzept der Zukunftswerkstatt orientiert: Wir gehen von der Kritik der Zustände aus, stellen uns vor, wie das geglückte Ergebnis unserer Anstrengungen aussehen könnte und begeben uns dann auf den Weg der Realisierung der daraus entstandenen Ziele. Bei solchen Veranstaltungen werden häufig aus unklaren Vorstellungen konkrete Projekte, die dann die weiteren Aktivitäten beflügeln.

Wir laden Interessierte an unserer Arbeit herzlich zu dieser Zukunftswerkstatt ein.

Sie findet am 16.11.2013 von 10 – 16 Uhr statt. (Der genaue Ort wird von der Anzahl der Teilnehmenden abhängen und den angemeldeten Personen noch mitgeteilt; ggf. ist eine Mitbeteiligung an der Finanzierung der Miete erwünscht). Wir bitten um Anmeldung an contact@zw-jena.de.