KlimaNetz Region Jena

Montag, 24. Juni 2019

Was ist das KlimaNetz?

KlimaNetz Region Jena ist ein klimapolitisches Netzwerk engagierter BürgerInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Jena und Umgebung. Das Netzwerk wurde im Frühjahr 2008 gegründet. Das Anliegen des Netzwerkes ist es, auf lokaler Ebene Aktivitäten zu entfalten, die zur Verhinderung der drohenden Klimakatastrophe beitragen. Das nächste Treffen des KlimaNetzes Jena und Umgebung findet am Dienstag, 3. Dezember 2019 um 19:00 Uhr in der "Noll" statt.



"KlimaNetz Region Jena" vollständig lesen

Termine, Termine, Termine... - und Dokumente zum Download

Montag, 24. Juni 2019

Damit die Terminliste nicht immer weiter nach unten rutscht und wichtige Dokumente schnell verfügbar sind, gibts hier Links auf


Rückblick 2019 und Ausblick 2020

Freitag, 27. Dezember 2019

Die Diskussion um die Klimakrise hat 2019 deutlich an Fahrt aufgenommen. Dazu haben viele Faktoren beigetragen, unter anderem die in diesem Jahr erlebten Wetterextreme, die vielfach dem Klimawandel zugemessen werden. In unserem unmittelbaren Erfahrungsbereich war das vor allem die Hitzeperiode in diesem Sommer, in der die bisherigen Rekorde gebrochen wurden – verbunden mit der zweiten großen Dürre in Folge. Große, für alle sichtbare Teile der uns unmittelbar umgebenden Wälder haben diesen Stress nicht überlebt; viele Bäume sind abgestorben. Feuer haben in Kalifornien in bisher nicht bekanntem Ausmaß gewütet und wüten derzeit in Australien. Brandenburg erlebte seinen bisher größten Waldbrand.

Die Erkenntnis, dass es hier Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und den erlebten Extremen gibt ist, glaube ich, vielen Menschen gegenwärtig. Bei daraus erwachsenden notwendigen Handlungen besteht jedoch überwiegend noch ein Defizit. Jedes weitere Jahr des Nicht-Handelns oder des Unzureichend-Handelns bringt uns potentiellen Kipp-Punkten und damit verbundenen irreversiblen Veränderungen ein Stück näher.

Die Bewegung Fridays for Future hat eine ihrer wesentlichen Triebkräfte genau in diesem Widerspruch zwischen eigentlich dringend notwendigem Handeln und dem Fast-Nichts-Tun der politischen Verantwortungsträger. Das von der Bundesregierung im September verabschiedete Klimapaket ist weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Festlegungen zur Windkraft sind eher ein Verhinderungs- als ein Förderprogramm.

Auch in Jena sind, vor allem auf Druck der Fridays for Future Bewegung erste Schritte vollzogen worden. Der Klimanotstand wurde festgestellt, ein Runder Tisch Klima und Energie wurde eingerichtet, vor allem um Ideen zu sammeln, was Jena als Kommune im Kampf gegen die Klimakrise tun kann. Eingerichtet wurde auch ein Klimaschutz-Beirat, um die Ideen des Runden Tisches in die Arbeit des Stadtrates einzuspeisen. Der Kampf gegen die Klimakrise befindet sich in einer kritischen Phase: Es gibt in den nächsten Jahren ein – inzwischen sehr enges – Zeitfenster, um Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und des Klimas auszuweiten und den Ressourcenverbrauch drastisch zu reduzieren.

Welche Einflussmöglichkeiten es gibt, kann jeder selbst ausprobieren mit dem (englischsprachigen) Klimasimulator „En ROADS Climate Solutions Simulator“.

Bedienoberfläche des Klimasimulators

Das Modell bietet jede Menge über Schieberegler leicht änderbare Parameter, mit denen jeder eigene Szenarien durchspielen kann. Änderungen der Parameter werden unmittelbar in ihren Auswirkungen angezeigt. Die Bedienoberfläche ist sehr übersichtlich und schlüssig gestaltet, sodass jeder sofort starten kann. Hinter jedem Schieberegler finden sich aber noch weitere Erläuterungen und Einstellmöglichkeiten, die komplexe eigene Szenarien ermöglichen. Vielleicht nimmt sich ja jemand die Zeit, um „zwischen den Jahren“ mit dem Klimasimulator ein wenig zu spielen.

Wie dem auch sei – ich wünsche allen ein erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2020.

Bäume statt Böller

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Die Parents For Future Jena haben eine Initiative gestartet: Verzichten wir doch auf die feinstaubschleudernden Böller und unterstützen statt dessen ein Baumpflanzungsprogramm:  

Umgang mit Leugner:innen der Klimakrise

Montag, 2. Dezember 2019
Robert von der Initiative Fridays For Future in Jena stellt sein Skript zur Verfügung für

einen Workshop zum Umgang mit Leugner:innen der Klimakrise

Dankeschön!

Klimawandel in Deutschland

Dienstag, 26. November 2019

Vom Umweltbundesamt wurde ein neuer Monitoringbericht zu den Folgen der globalen Erderwärmung in Deutschland veröffentlicht. Er kann online abgerufen werden. Für Deutschland sehen die vom Logo der "Scientists For Future" bekannten Streifen so aus (S. 7):

"Das Jahresmittel der Lufttemperatur ist im Flächenmittel von Deutschland von 1881 bis 2018 statistisch gesichert um 1,5 °C angestiegen" (19), das sind 0,5 Grad mehr als als der globale Anstieg im gleichen Zeitraum. Im Diagramm dargestellt sieht die Entwicklung der Temperatur (im Vergleich zu den globalen Werten) so aus (19):


In meinem Blog verdeutliche ich einige Ergebnisse dieses Berichts.

Einladung zur Climate Public School

Montag, 25. November 2019
Diese Woche findet in vielen Hoch- und Fachschulen die "Climate Public School" statt. Statt ganz normal für die berufliche Zukunft im real existierenden Kapitalismus zu büffeln, wollen Studierende sich diesmal Fragen widmen, die da keine Rolle spielen, für sie aber existenziell wichtig sind oder in ihrer Lebenszeit wahrscheinlich noch werden. Deshalb rufen die Students for Future zur Beteiligung an dieser "Climate Public School" auf - auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Für Jena kann das Programmheft hier aufgerufen werden. Reiner und ich von der Zukunftswerkstatt Jena gestalten einen Workshop am Mittwoch, 27.11. ab 18 Uhr im Hörsaal 5.

Vielleicht sehen wir uns ja da...

Vortrag zu naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Am Dienstag trug Ralf Carl von der AG Bildung der Ortsgruppe Jena der Bewegung "Extinction Rebellion" (XR) vor Studierenden der Uni Jena über die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels vor.

Die Folien des Vortrags sind hier veröffentlicht.

Wahlprüfsteine zum Klimaschutz zur Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober 2019

Sonntag, 6. Oktober 2019
Die Parents for Future- Gruppe in Erfurt hat im Vorfeld der Landtagswahlen in Thüringen am 27. Oktober 2019 die für diese Landtagswahl zugelassenen 18 Parteien befragt, wie sie zu den Forderungen der Fridays for Future-Bewegung stehen. Dazu wurden diesen Parteien folgende Aussagen mit der Bitte um eine Bewertung und Rückinformation übermittelt:
  1. Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist eine ernsthafte Bedrohung, die bei allen politischen Entscheidungen vorrangig zu berücksichtigen ist.
  2. Ab 2035 dürfen nur so viel Treibhausgase ausgestoßen werden, wie durch natürliche Prozesse (Wachstum von Pflanzen, etc.) wieder aufgenommen werden können (Nettonull).
  3. Der Kohleausstieg, also die Abschaltung aller Kohlekraftwerke, muss bis 2030 erfolgen.
  4. Deutschland muss bis 2035 seinen gesamten Energiebedarf durch erneuerbare Energien decken. Das beinhaltet auch die Energie für Transport und Wärme-Erzeugung.
  5. Die Subventionen für die Förderung, Verarbeitung und Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Öl und Gas) müssen bis Ende 2019 beendet werden.
  6. Bis Ende 2019 muss ein für den Klimaschutz angemessener Preis für alle Treibhausgasemissionen sozial gerecht eingeführt werden.
Jede Aussage konnte mit Ja oder Nein beantwortet werden. Zu jeder Frage gab es darüber hinaus ein Freitextfeld, in dem die jeweilige Bewertung erläutert werden konnte. Insofern gab es für die Parteien auch gewissen Spielraum vom reinen Ja oder Nein abzuweichen. Ergebnisse der Befragung Ein Überblick über die gegebenen Antworten in Form einer grafischen Darstellung wurde bereits veröffentlicht. Die Antworten im Detail sind an dieser Stelle einzusehen. Einige der übermittelten Antworten sind jedoch von solcher Art, dass ein Abgleich mit wissenschaftlich begründeten Fakten angebracht ist. In diesem Fakten Check sind deshalb zu einigen ausgewählten Antworten die Fakten dargestellt und die Quellen für die dargestellten Fakten zur weiteren Überprüfung angegeben.

20. September 2019 – bisher größte Demo von Fridays for Future in Jena und: Bundesregierung veröffentlicht „Klimapaket“

Sonntag, 22. September 2019

Nach Angaben der Organisatoren nahmen mehr als 3.500 Menschen an der Jenaer Demonstration von Fridays for Future am Freitag teil. Dies war damit die bisher größte Demonstration gegen den Klimawandel in Jena. Bunt, vielfältig, mit vielen bunten Plakaten, friedlich zog der Demonstrationszug von der Stadtkirche über den Campus und das Phyletische Museum wieder zur Stadtkirche.

Am gleichen Tag beschloss das Klimakabinett der Bundesregierung nach einer nächtlichen Marathonsitzung des Koalitionsausschusses ihr „Klimapaket“, einen Maßnahmenplan, der das Erreichen der in Paris 2015 beschlossenen Klimaziele für Deutschland untersetzen soll. Mein erster Gedanke dazu: Der Berg kreißte und gebar – nicht mal eine Maus.

Neben einer einzuführenden CO2-Bepreisung und einer damit zusammenhängenden Entlastung von Bürgern und Wirtschaft wurden Maßnahmen für die Sektoren Gebäude, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, Industrie sowie der Energie- und Abfallwirtschaft beschlossen. Ebenso wurde ein Monitoring bezüglich der Wirksamkeit dieser Maßnahmen hinsichtlich der Reduktion der CO2-Emissionen beschlossen.

Aus meiner Sicht ist dieses Programm in nahezu jeder Hinsicht unzureichend. Die CO2-Bepreisung soll 2021 beginnen mit einem Preis von 10 € für ein Zertifikat für die Emission von einer Tonne CO2. Der Preis steigt bis 2025 auf 35 €. Diese Bepreisung beginnt zu spät und ist in Höhe, gemessen an den Empfehlungen von Wissenschaftlern deutlich zu gering. Die Auswirkungen auf die Treibstoffkosten an der Zapfsäule liegen zu Beginn bei etwa 2 Ct. pro Liter, die mehr zu bezahlen sind. Pendler sollen deshalb als Ausgleich ab dem 21. Km eine erhöhte Pauschale von 35 Ct. steuerlich absetzen können. Das kann für einen Spitzenverdiener, der täglich 50 Km pendelt bedeuten, dass seine Steuerersparnis größer ist als seine Mehrkosten an der Tankstelle. In dem Programm ist jedoch an keiner Stelle die Rede von der Streichung bisheriger klimaschädlicher Subventionen, beispielsweise dem Dieselprivileg oder der Pauschalbesteuerung von Dienstwagen.

Bei den sektorbezogenen Maßnahmen beispielsweise im Verkehrssektor geht es nicht etwa zuerst um Verkehrsvermeidung sondern um den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur und die Förderung des Umstiegs auf elektromobile PKW. Im Sektor Energie, wo im aktuellen Jahr der Ausbau der Windkraft an Land nahezu zum Erliegen gekommen ist, wurden vorhandene Einschränkungen, wie der Abstand von mindestens einem Kilometer von einer Windkraftanlage zu einem Wohngebiet festgeschrieben und damit ein forcierter Ausbau der Windkraft an Land eher weiter behindert als gefördert.

Viele Dinge sind noch zu analysieren. Eines jedoch erscheint jetzt bereits klar: Die Ziele der Pariser Klimakonferenz werden damit wohl nicht erreicht. Ich hatte bezüglich der Beschlüsse der Klimakonferenz gewiss keine hohen Erwartungen, aber auch diese geringen Erwartungen wurden enttäuscht. Bleibt nur, den Druck der XForFuture- und anderen Klimawandel-kritischen Bewegungen massiv weiter zu erhöhen.

Klimanotstand in Jena

Donnerstag, 5. September 2019

Diesmal hat es geklappt. Mit 25 gegen 15 Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Stadtrat den "Klimanotstand" für Jena. Gerade ist es nicht mehr so heiß und auch die Dürrefolgen liegen für die Normalbürger*innen im kaum wahrnehmbaren Bereich. Was wird sich nun für Jena ändern? Bleibt es bei bloßer "Symbolpolitik", wie der Oberbürgermeister kritisierte? Was ändert sich, wenn alle Stadtratsbeschlüsse einem Klimacheck unterzogen werden?

Wie wird es aussehen, wenn eine Großstadt wie Jena "Der Klimakrise mit höchster Priorität" begegnet, wie beschlossen? Wir werden das Argument des Oberbürgermeisters ernst nehmen und darauf achten, dass es nicht Symbolpolitik bleibt und dass es nicht ein "Beschluss ohne Konsequenzen" bleibt, wie der Channel "jezt.de" titelte. Die neuen Gremien (Erweiterung des Stadtentwicklungsausschusses um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Klimaschutzbeirat, kommunale Klimaschutzkoordinierungsstelle) werden durch Klima-Aktivist*innen unterstützt. Ob das reicht? FridaysForFuture und seine Unterstützer*innen, auch das Klimanetz Jena sowie die Ortsgruppe Jena von Extinction Rebellion werden mit Nachdruck auf das Überschreiten der symbolischen Ebene und auf Konsequenzen pochen. Zuerst einmal wird es wohl weiter darum gehen, auch andere Menschen davon zu überzeugen, wie ernst die Lage ist, auch wenn wir es nicht jede Woche und zu jeder Jahreszeit selbst direkt zu spüren bekommen. Eine Studie der R&V-Versicherung befragte 2400 Deutsche über ihre Ängste. In den Top Ten war der Klimawandel noch nicht mal drin, sondern die meisten Deutschen haben Angst vor der "Überforderung des Staates durch Flüchtlinge" und "Spannungen durch den Zuzug von Ausländern". Fast die Hälfte aller Befragten fürchtet auch die "Überforderung der Politiker". Da mögen sie Recht haben: Es wird nicht reichen, die Verantwortung für den Klima-Umbruch an die Politiker weiter zu reichen. Es ist unser Lebensstil und die von uns praktizierte Wirtschaftsweise, die die Umwelt überfordern und das ist nicht nur eine individuelle Frage, sondern eine systemische. Und das "System" wiederum muss von uns grundlegend umgestaltet werden. Diesmal haben wir (im Unterschied zur "Wende" 1989/90) dafür kein einfaches Vorbild, die Alternative liegt nicht einfach hinter der Mauer, sondern wir selbst müssen, wir selbst können sie entwickeln. Die Bewegung XR ruft deshalb zu Bürger*innenversammlungen auf und in Jena finden noch an drei Sonntagen die von den ParentsForFuture Jena organisierten Klima-Picknicks auf dem Markt statt (auch andere aktuelle Klima-Termine für Jena beim Klimanetz):

  • Sonntag, 06.10.2019 ab 11 Uhr auf dem Marktplatz
  • Sonntag, 03.11.2019 ab 11 Uhr auf dem Marktplatz
  • Sonntag, 01.12.2019 ab 11 Uhr auf dem Marktplatz

Hier finden offene Gespräche - bei Kaffee und anderem Mitgebrachten - mit Interessierten statt. Damit es nicht bloß bei Symbolpolitik bleibt!   

Vorträge über Planetare Belastungsgrenzen

Dienstag, 27. August 2019

Reiner Nebelung und Annette Schlemm haben einen Vortrag im Klimapavillon Jena gehalten. Es gab dabei und danach interessante Diskussionen, vor allem zum Thema eines eventuell nötigen Verzichts. Die Folien des Vortrags können bei Slideshare abgerufen werden:


Eine andere (deutlich längere) Version des Vortrags, die Annette Schlemm bei einem dreistündigen Workshop in einer Schule vorigen Freitag verwendet hat, gibt es ebenfalls online:

 width=

Aktion von Extinction Rebellion in Jena

Mittwoch, 21. August 2019

Gestern fanden sich in Jena Aktivist*innen aus Jena und anderen thüringer Orten zusammen, um mit einer Aktion auf die dramatischen Gefahren aufmerksam zu machen, die unsere Lebens- und Wirtschaftsweise mit sich bringt.

Eine große Rolle spielt dabei der Verkehr. Ein Fünftel der Kohlendioxidemissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ausgerechnet im Verkehrsbereich konnten bisher die Emissionen nicht gesenkt werden, seit 2013 steigen sie sogar noch an. Auch für Jena verzeichnet der "Bericht zur Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz und des Energiekonzepts der Stadt Jena" eine Zunahme der CO2-Emissionen durch den Verkehr (von ca. 125 Tausend Tonnen auf über 165 Tausend Tonnen seit 2004/5). Der Anteil des Verkehrs an den O2-Emissionen der Stadt stieg von 17,2% im Jahr 2004/2005 auf 31,4 % im Jahr 2017. Der relative Anteil stieg vor allem dadurch, dass im Strombereich sich die Zusammensetzung geändert hat (und die Jenaer Stadwerke "grünen Strom" einkaufen). Aber beim Verkehr stieg auch der absolute Anteil. Und obwohl hier die Kraftstoffverbräuche pro Stecke sinken, wird dieser Effekt durch wachsende Kfz-Zulassungen überkompensiert. Einigen Kfz-Fahrer*innen zeigten die Aktivist*innen gestern auf, dass dieser Trend nicht mehr hingenommen werden kann. Auf einem der Banner stand z.B. "Autos fügen Ihnen und den Menschen ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu". Zwei Ampelübergänge wurden zweitweise mit Zebrastreifen belegt und während der Grünphase für die Autos blockiert. Für die genervten Autofahrer*innen gabs Kekse und, wenn gewünscht, auch Informationen. Extinction Rebellion (XR) ist eine Klima-Bewegung, die parallel mit der Bewegung FridaysForFuture von Großbritannien ausgehend derzeit in vielen Ländern aktiv ist. Sie setzt sich dafür ein, dass die ganze Wahrheit gesagt wird, dass so gehandelt wird, dass bis 2025 eine CO2-Neutralität erreicht wird und dass Bürger*innenversammlungen einberufen werden, um den Prozess des gesellschaftlichen Wandels zu realisieren. XR greift die Tradition des Zivilen Ungehorsams auf, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Aktionen finden grundsätzlich gewaltfrei statt.

Vortrag über Planetare Belastungsgrenzen

Dienstag, 20. August 2019

Reiner und Annette haben im  Klimapavillon einen Vortrag gehalten, zu dem es  interessante und intensive Diskussionen gab.

Die Folien des Vortrags können bei Slideshare angeschaut werden.

Nach uns die Sintflut - drei Texte zum Klimawandel

Freitag, 16. August 2019
Beim Packpapier-Verlag ist eine neue Broschüre von Annette Schlemm (vom Klimanetz Jena und XR Jena) erschienen. Sie hat den Titel "Nach uns die Sintflut?"

Sie beginnt mit einer "Offenen Botschaft an die klimastreikenden jungen Leute" und endet - nach einer Erklärung dazu, warum eine Bepreisung der CO2-Emissionen völlig unzureichend ist - mit einem Streikaufruf für Erwachsene.

Zu bestellen beim Packpapier-Verlag oder bei mir.