KlimaNetz Region Jena

Sonntag, 4. Mai 2014

Was ist das KlimaNetz?

KlimaNetz Region Jena ist ein klimapolitisches Netzwerk engagierter BürgerInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Jena und Umgebung. Das Netzwerk wurde im Frühjahr 2008 gegründet. Das Anliegen des Netzwerkes ist es, auf lokaler Ebene Aktivitäten zu entfalten, die zur Verhinderung der drohenden Klimakatastrophe beitragen. Das nächste Treffen des KlimaNetzes Jena und Umgebung findet am Dienstag, 7. Mai 2019 um 19:00 Uhr in der "Noll" statt.



"KlimaNetz Region Jena" vollständig lesen

Termine, Termine, Termine...

Montag, 6. Mai 2019

Damit die Terminliste nicht immer weiter nach unten rutscht, gibts hier einen Link auf

Termine in Jena


Klimanotstand überall!

Montag, 6. Mai 2019

Unverbindliche Absichtserklärungen gibt es genug. Wirklich bindend könnte die Ausrufung eines "Klimanotstands" sein. Dies kann auf kommunaler Ebene geschehen.

Also, wenigstens dies sollten wir fordern: Die Anerkennung des Klimanotstandes!

Und wir können es fordern - hier und jetzt:

Hier noch eine Argumentation dazu, dass die Forderung einer CO2-Steuer nicht ausreicht und sogar fehlleitet...

  • Inzwischen gab es in der Gruppe der  Scientists&Parents sowie im Klimanetz eine Debatte dazu, bei der viele sich für diese Steuer aussprachen. Hier eine Position von Annette dazu mit der Meinung: "Ja, aaaber..."

 

 

Friday4Future in Jena

Samstag, 27. April 2019

Nein, es hat nicht geregnet bei der 20. Demo "Friday4Future" in Jena. Es sollen 400 Menschen gewesen sein, diesmal nicht nur junge, sondern auch der Seniorenbeirat hatte aufgerufen, die Enkel zu unterstützen und die Scientists- und Parents4Future waren auch wieder dabei.


Weiterlesen...

Warum ist CO2 so gefährlich im Klima-Treibhaus?

Mittwoch, 24. April 2019

Zu diesem Thema habe ich einen Blogbeitrag erstellt.

Hier gehts damit weiter...


Petition an den Deutschen Bundestag zum Klimaschutz

Montag, 22. April 2019

Es läuft gerade eine Petition zur "Verabschiedung eines verbindlichen, sektorübergreifenden  Klimaschutzgesetzes" - viele Unterschriften werden noch gebraucht.

Bitte unterscheibt und leitet diese Bitte auch an andere weiter... 


Termine zu Klimaaktivitäten in Jena

Mittwoch, 17. April 2019

In den nächsten Wochen und Monaten finden in Jena viele Veranstaltungen statt, die einen Bezug zum Klima haben.

Hier sind sie:

  • "Aufstand oder Aussterben?" Die Gruppe extinction rebellion stellt sich vor.
  • 04.06. 19:30 Uhr, Erfurt, Jugendhaus filler, Schillerstraße 44.
  • 05.06. 20:00 Uhr: Weimar, Mon Ami, Goetheplatz 11
  • 06.06. 19:00 Uhr: Jena,Hoersaal 5, Carl-Zeiss-Platz 3

  • 12.06.2019: Nächstes treffen "Scientists&Parents Jena", TIP (Beutenberg), SR 3 (am Eingang klingeln).
  • 12.06.2019: Nächstes treffen "Scientists&Parents Jena", TIP (Beutenberg), SR 3 (am Eingang klingeln).

      • 21.05.2019:Klimapavillon: Was geht bei Euch? - Klimaschutz in Jena. Podiumsdiskussion der "Fridays for Future"-Ortsgruppe Jena mit Parteienvertreter*innen anlässlich der Kommunal- und Europawahlen über Ansichten und Zielsetzungen der Parteien zum Klimawandel auf kommunaler Ebene.
      • 04.06.2019,  17 - 18:30 Uhr, Klimapavillon, Prof. Guthke, Teilnehmer des Klimanetzes, als  Diskussionspartner zum Thema "Herausforderung Kohleausstieg.  Hintergründe und Folgen."
      • 22.06.2019, ganztägig ab 10 Uhr: Thüringer Bürger-Energietag
      • 08.07.2019, 20 Uhr: Filmabend: "Immer noch eine unbequeme Wahrheit - unsere Zeit läuft"
      • 10.07.2019, 18 Uhr: "Klimawandel und Gutes Leben - oder was jeder zur Überwindung der Klimakrise beitragen kann" (Vortragender: Dr. Dieter Achilles, Klimanetz Jena)
      • 19.08.2019, 18 Uhr: "Ist das  Klima noch zu retten?" Vortrag mit Diskussion, auch zu den "Planetaren Grenzen"  (mit Dr. Reiner Nebelung und Dr. Annette Schlemm von der Zukunftswerkstatt Jena und dem Klimanetz)

    • 24.09.2019: Haus auf der Mauer (Großer Saal): Podiumsdiskussion mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl
    Weitere Termine bitte mitteilen an contactATzw-jena.de (AT ersetzen durch @). 

    Ich hoffe, wir treffen uns dort...

    **********************************************************

     Hier noch Erinnerungen an das was, inzwischen gewesen ist:

    • 25.4.2019, ab 19 Uhr im TIP, Hans-Knöll-Straße 6 (Beutenberg), SR 3: Treffen der Scientists & Parents-Gruppe Jena
    • 26.04.2019: 20. Friday4Future-Demo in Jena

    • 27.04.2019,  14 Uhr - ca. 17 Uhr, Hörsaal 6, Carl-Zeissstraße 3: Verkehrswendeworkshop
    • 07.05.2019, 19:30 Uhr, Burschenzimmer der  Gaststätte Noll: Treffen des Klimanetzes Jena zur weiteren Diskussion der Forderungspunkte an die Kommunal- und Europapolitik (zur Unterstützung von Friday4Future)
    • 08.05.2019: 19 Uhr, Stadtteilladen Süd, Jena, Magdelstieg 23: Greta Thunberg und die "neue" Klimabewegung.
    • 16.05.2019, 19 Uhr TIP, SR 3: Treffen der Scientists&Parents 
    • 20.05.2019, 19 Uhr Rosensäle Jena: #2° sind nicht genug! Podiumsdiskussion mit Dr. C.-F. Schleußner (Potsdam Institute for Climate Impact Research) und Dr. H.-J. Döring (Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum, Fachbereich Entwicklung und Umwelt), Lorenz Opitz (Theologiestudent, Umweltengagement)
    •  

    • 24.05.2019: Globaler Klimastreik zur Europawahl, Jena: 10:30 Uhr an der Ernst-Abbe-Hochschule, 12:00 Uhr: Holzmarkt 
    •  

    Friday4Future in Jena

    Samstag, 13. April 2019

    Friday4Future in Jena

    Auch in Jena engagagieren sich viele junge Menschen, so fand auch gestern wieder eine Demonstration statt. Danach organisierten die "Scientists4Future" einen Vortrag vom Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena zum Thema "Der Globale Wandel - viel mehr als nur "global warming"". 

    Am abend trafen sich nun auch andere Menschen, die die Bewegung unterstützten wollten, am Beutenberg. Diese Gruppe wird sich weiterhin treffen. Der nächste Termin ist

    am 25.4.2019, ab 19 Uhr im TIP, Hans-Knöll-Straße 6 (Beutenberg), SR 3.

    Das "Klimanetz Jena und Umgebung" trifft sich auch in Kürze wieder:

     am 16.4.2019, 19 Uhr, Burschenzimmer in der Gaststätte "Zur Noll".


    Streiken für den Klimaschutz!

    Samstag, 23. März 2019

    Junge Leute wissen, dass ihre Zukunft auf dem Spiel steht. Die bedrohlichen Klimaveränderungen zeigen sich heutzutage noch als besonders schöne, warme Sommer. Die dürrebetroffenen BäuerInnen werden leicht vergessen und der  Rest der Welt sowieso...

    Aber so idyllisch wird es nicht bleiben, wir übergeben der Jugend eine schwere Bürde. 

    Spätestens in der Lebenszeit unserer Kinder und Enkel wird sich fast alles ändern, wenn nicht die Klimaemissionen ganz deutlich gesenkt werden:


    "Fridays for Future" ist eine Bewegung, deren Zukunft noch offen ist. Aber sie ist wie ein Lackmus-Text. Die Reaktionen darauf sind oft dermaßen entlarvend, dass manche Politiker dafür sofort geschasst werden müssten, wenn wir noch einigermaßen der Aufklärung und der Demokratie verpflichtet sind. Egal, ob die Bewegung "alles ändert" oder sogar nur "im Sande verläuft" - sie hat die Diskussion dazu angestoßen.

    Die eben genannte Alternative wurde als Frage in einer Internet-Live-Abstimmung gestellt: Man konnte die eigene Antwort zwischen diesen Alternativen einordnen. Wenn man nach Durchschnitten schaut, zeigt der Zeiger nach 116 Personen weit in den Bereich "Wird sich im Sand verlaufen". Die konkrete Verteilung zeigte, dass diese Frage total polarisiert: bei beiden Polen waren sehr viele Leute (bei ersterem mehr), nur wenig irgendwo in der Mitte oder dazwischen.

    Diese Bewegung "stört" einerseits viele, so dass sie extrem ablehnend reagieren, bei anderen zieht sie die fast schon verlorenen Hoffnungen auf sich. Ich denke, dass es wie meist in solchen Fällen zu einer Ausdifferenzierung kommen wird. Einige radikalisieren sich, weil sie begreifen, dass sie 1. nicht nur fordern, sondern selbst aktiv werden müssen und 2. dass nicht nur die Energieversorgung und das Verzichten auf Flüge wichtig sind, sondern unsere gesamte Lebens- und Wirtschaftsweise geändert werden muss. Andere wiederum werden sich mit weichgespülten Lösungsansätzen wie einer Neuauflage der AGENDA 21 zufrieden geben. Allerdings wird die Problematik immer drängender werden, so dass eine dauerhafte Befriedung nicht zu "befürchten" ist.

    Mittlerweile haben auch Eltern gemerkt, dass sie ihre Kinder nicht alleine lassen können: "In Thüringen streiken jetzt auch die Eltern mit!"

    Spätestens hier wird es brenzlig: Wie viele Eltern meinen, sich das beruflich leisten zu können? Und wie lange? Ich wünsche allen, die sich beteiligen, Mut und Kraft und vor allem auch genügend Unterstützung aus dem Umfeld. Kindern, wie Erwachsenen... Wer selbst nicht mittun kann, kann sich mindestens für solche Unterstützungsnetze einsetzen!

    Eine weitere Möglichkeit der eigenen  Aktivität ist die Beteiligung an dem Netzwerk "extinction rebellion".

    Und damit die Demos nicht nur Latschdemos im alten Stil bleiben, können die Erfahrungen anderer radikaler Aktionen aufgegriffen werden.



    Willkommen in der Heißzeit

    Dienstag, 7. August 2018

    In Kürze soll es - wenigstens für einige Zeit - wieder abkühlen. Inzwischen überstürzen sich Hitzerekorde, die bald keine Rekorde mehr sein werden, sondern sommerlicher Alltag. Wie sich die Vegetation in Europa dabei verändert, zeigt ein eindrücklicher Film von der ESA :

    Die Häufigkeit solcher Dürren wird stark zunehmen. Auf Grundlage eines Szenarios des Klimawandels (bei dem es „so weiter“ geht mit der CO2-Emission und der Erwärmung) zeigt die Veränderung der Dürrehäufigkeit in der jüngsten Vergangenheit (links) und am Ende des 21. Jahrhunderts, das viele, die dies hier lesen, wohl noch erreichen werden.

    (Bildquelle aus der Veröffentlichung Spinoni et al. 2015 - hier übernommen vom Bildungsserver)

    In „Wetter.de“ wird die eben genannte Veröffentlichung auf deutsch erläutert.

    Wie putzig war es noch als wir nur die Eisbären bedauerten, die dem Klimawandel zum Opfer fallen. In nur einer Woche starben in einer Hitzewelle in Europa im Jahre 2003 ca. 70 000 Menschen mehr als im Durchschnitt in dieser Woche gestorben wären.

    „2003 hatten wir in Europa einen Jahrhundertsommer mit 70.000 Hitzetoten. Stellen Sie sich mal vor, Terroristen würden in Europa 70.000 Menschen umbringen – wir wären bereit, den Rechtsstaat aufzugeben, nur um dagegen anzukämpfen! Bei einer extremen Hitzewelle aber zucken die Leute mit den Schultern.“ (Stefan Rahmsdorf vor dem Hitzesommer 2018)

    Dieses Jahr kommen noch jene hinzu, die direkt in den Flächenbränden, Stürmen und Überflutungen bei Hitzegewittern umkommen. Die jucken uns aber immer noch so wenig wie die alltäglichen Unfallopfer, die wir hinnehmen für unsere Art zu leben. Mich erinnert das wieder sehr an die „Frösche im Hitzebad“, über die ich vor über einem Jahr schrieb.

    „So wie Rauchen die Häufigkeit von Lungenkrebs erhöht, bringt uns die globale Erwärmung mehr Wetterextreme.“ (Stefan Rahmsdorf vor dem Hitzesommer 2018)

    Wer noch ein wenig Gefühl dafür hat, woher die Nahrungsmittel kommen, die wir im Supermarkt kaufen, sollte sich auch nicht nur langsam Sorgen um die mit der Dürre verbundenen steigenden Preise machen... Noch ist es nur ein Witz, dass zwei afrikanische Menschen in der Wüste reden: Einer sagt: „In Europa hat die Hitze die Getreidepreise nach oben getrieben!“ - und der andere: „Wie unangenehm...“. In Europa laufen die Leute noch ziemlich unbesorgt rum (zumindest hier) und während die Frau besorgt beginnt: „Kartoffeln, Erbsen, Bohnen und Mais verkommen in diesem völlig überhitzten Klima...“ ist der Mann völlig ungerührt: „Pfff..., Fleisch ist mein Gemüse...“.

    Was solls auch. Die Erde hat schon häufig starke Temperaturveränderungen durch“lebt“. Dass die Erde wieder einmal eine Art „Treibhauswelt der Kreidezeit“ erleben könnte, wurde schon 2007 vermutet. Die oben genannte Veröffentlichung bestätigt die Berechtigung dieser Sorge. Stefan Rahmsdorf spricht in einem aktuellen Interview davon, dass das IPCC „immer wieder wesentliche Entwicklungen unterschätzt“ hat, weil es nur sehr vorsichtige und von einer großen Mehrheit von Klimaforschern mitgetragene Prognosen veröffentlicht. Vieles hat sich „schlimmer als der angehommene Worst-Case“ entwickelt. Wieso wollen wir immer noch krampfhaft glauben, dass es schon nicht so schlimm werden würde? Weil nicht sein kann, weil nicht sein darf?

    „Aber das Gefühl, dass wir eine sehr schlimme Zukunft vor uns haben, sickert ins Unterbewusste.“ (Stefan Rahmsdorf vor dem Hitzesommer 2018)

    So langsam scheint auch die jetzige Hitze für die meisten nicht mehr nur lustigen Badespaß zu versprechen, sondern es wird von einer „Gluthölle“ gesprochen.

    Die folgende Grafik (leicht ergänzt nach DWD 2017) zeigt einen Trend der durchschnittlichen Temperaturerhöhung:

    Kann man sich an diesen „Wandel“ nicht auch ganz gut anpassen? Leider besteht der „Klimawandel“ eben nicht nur in einer kontinuierlichen Erderwärmung, sondern es ist zu befürchten, dass verschiedene kritische Schwellwerte überschritten werden. Bekannt ist etwa die Gefahr der Freisetzung des starken Klimagases Methan aus tauenden früheren Permafrostböden. Es droht uns also nicht nur ein „Klima-Wandel“, sondern ein „Klima-Umbruch“, dem zumindest die Ökosysteme nicht so schnell und auf eine solche Weise „folgen“ können, dass unsere hungrige Menschheit wie bisher Landwirtschaft betreiben könnte. Regionale Ausgleiche, wie jetzt, dürften dann durch die global wirkenden Umbrüche immer schlechter möglich werden. Die sozialen und politischen Folgen sind kaum absehbar. Leider lässt die Art und Weise, wie wenig sich jetzt Menschen um die ertrinkenden und in Wüsten umkommenden „Anderen“ kümmern, wenig hoffen, sondern das Schlimmste befürchten. Letztlich werden uns weder Frontex noch andere Grenzbefestigungen vor diesem globalen Umbruch unserer Lebensgrundlage schützen können.

    Spätestens nach diesem Sommer können wir davon ausgehen, dass niemand mehr behaupten kann, nichts gewusst zu haben. Wir übergeben unserer Zukunft eine immer heißer werdende Erde.

    (Mehr dazu hier)

    Wir verlassen die „sichere Zone“ sehenden Auges.

    Was hast Du in diesem historischen Sommer gemacht?

    Donnerstag, 2. August 2018

    Wir sollten alle Tagebuch führen. Über das Schwitzen, über den Spaß im Freibad und vor allem auch darüber, was wir uns so denken, wenn uns das Wort "Klimawandel" in den Kopf schießt.

    Diesmal ist die Zusammenstellung der Meldungen aus der Website "wetter.de", die auch einen Klimablog führt. Der letzte Beitrag ist überschrieben: "Das Klima kreist aus und keinen juckts" . Die ganze Welt hat hoffnungsvoll nach Thailand geblickt, als eine Fußballmanschaft in einer Höhle gefangen war. Wen jucken die 100 000 Kinder, die wegen des außergewöhnlich heftigen Monsuns in Bangladesh in Lebensgefahr sind? Wer hier und heute glaubt, wir wären von Flüchtlingen "überschwemmt", sollte sich mal anschauen, wie Flüchtlinge, die vor unmittelbarer Lebensgefahr fliehen mussten, in diesen Regionen hausen müssen. Dort herrscht schon der ständige Ausnahmezustand, während bei uns vielen schon der Anblick von Menschen aus anderen Regionen zu viel wird... Und wer sich hier wundert, dass die Temperaturen mal wieder in die Höhe schießen, kann sich die folgende Darstellung anschauen. Der sich ausweitende Umfang des Kreises beschreibt den Temperaturanstieg. Die jetzigen Extremtemperaturen sind nichts erstaunliches, sondern zu erwarten.

    Der Hitzesommer von 2003, der in Europa schätzungsweise 70 000 mehr Menschen sterben ließ, als gewöhnlich in diesem Zeitraum gestorben wären, war noch eine "Ausnahme". Das Jahr 2018 wird ins Gedächtnis eingehen "Da ging es wirklich los... - Ab da war dann nichts mehr wirklich wie vorher...". Und wir werden dann gefragt: Was habt Ihr Euch dabei gedacht? Warum seid Ihr nicht sofort aktiv geworden, um es zu verhindern oder es nicht ganz so schlimm werden zu lassen?

    Wen interessiert schon der Klima-Umbruch?

    Samstag, 31. März 2018

    In wenigen Wochen sitzen wir wieder in Jena bei einem "Vereins-, Umwelt und Radfahrtag" rum und warten auf interessierte Menschen, mit denen wir über die Veränderung des Klimas sprechen  können. Letztes Jahr lernten wir eine Frau kennen, deren afrikanischer Mann schon vor Jahrzehnten über die besondere Rolle der Frauen in prekären Umweltbedingungen berichtet hat. Jemand anders berichtete und über die gegenwärtige Situation, die sich so verschärft  hat, dass Mädchen kaum noch die Schule besuchen können, weil die Wege zu den nächsten Wasserquellen immer länger werden... 

    Wen dieses Thema nicht schon von vornherein interessierte, schaute konsequent weg und suchte mit den Kindern den nächsten Stand zum Gesichtsbemalen oder Bälle-Werfen... 

    Ja, es ist schon nicht einfach, zu diesem Thema ins Gespräch zu kommen, auch wenn man "zu den Leuten  hinkommt". Deshalb beschäftigen sich Leute mit dem Thema "Klimakommunikation" und geben  Ratschläge dazu. Z.B. hier:

    Ein interessantes Beispiel für musikalisch Interessierte ist die Umsetzung der Temperaturkurve der letzten Jahrzehnte in musikalische Töne:

    Tipps zu mehr oder weniger geeigneten Bildern zu Illustration des Klimwandels gibts hier:

    Bei diesem Thema wird es, wenn es ernst wird, auch unerwartete Allianzen geben (müssen), denn vor allem

    Diese düstere Vorausschau von 2009 scheint sich leider zu bestätigen...

    Groko befeuert Klimawandel

    Dienstag, 6. März 2018

    Fernsehen bildet manchmal doch. Oder merkt man den Zusammenhang nicht? Gestern abend schaute ich eine schöne Dokumentation über die Ozeane der Erde (Titel: "Der Blaue Planet"). Gegen Ende der Sendung wurden auch das Sterben der Korallen gezeigt; ich habe zum ersten Mal gesehen, wie die farbigen Algen abgestoßen werden. Die übrig bleibenden Korallen-Polypen können später wieder durch Algen besiedelt werden, aber nur, wenn die Ursachen der Korallenbleiche verschwinden, sich die Weltmeere also nicht weiter erwärmen.

    Heute dann kamen die Nachrichten mit der "guten" Botschaft, dass nach der Bereitschaft des grünen Staatssekretärs Baake, seinen Posten aufzugeben, weil er mit der Groko keinen Weg in eine einigermaßen aussichtsreiche Energiewende mehr sieht, die Aktienkurse von RWE und EON steigen. Na prima. In dieser Meldung wurde dies als gute Nachricht für die Aktionäre, die Firmen und natürlich die "Arbeitnehmer" dargestellt. Kann die Menschheit wirklich so blöd sein? Vielleicht bleibt dieses Zusammentreffen von Wissen über das Verhängis und Weigerung, es ernst zu nehmen, in den Archiven erhalten, so dass unsere Nachfahren nachlesen können, warum wir ihnen so ein schweres, kaum überlebensmögliches Erbe hinterlassen... Eine Zivilisation, die im vollen Wissen dessen, was sie da anstellt, trotzdem weiter macht, hat wohl wirklich nichts Besseres verdient! Schlimm genug, dass es zuerst Menschen, die nicht von der zerstörerischen Wirtschaftspolitik profitieren und unsere Nachkommen treffen wird, während wir so tun, als hätten wir nichts damit zu tun. Nach uns die Sündflut und der Klima-Umbruch...

    Zwischen Lachen und Heulen... der Klimawandel

    Samstag, 3. März 2018

    Die Zeiten, in denen in den Medien verstärkt über den Klimawandel berichtet wurden, sind nach dem letzten Klima-Gipfel wieder vorbei. Es läuft alles wie immmer... Nicht wie immer war die Sendung "Die Anstalt" vom 27. Februar. Die wurde nämlich diesmal von der Mannschaft der "Enterprise" geentert, wobei vor allem Spock das, was wir auf der Erde gerade anrichten, mal nicht mehr "faszinierend" fand, sondern "tödlich". Wie kann man darüber noch Witze machen??? Das kann man sich noch ein Jahr lang anschauen in der Videothek des ZDF und sei hiermit nachdrücklich empfohlen: 


    Unnormale Kältewelle?

    Freitag, 2. März 2018

    Ja, was denn nun? Auf der Website "wetter.de" lese ich, dass die letzten Wintertage eigentlich nur einen früher "typischen Winter" kurz wieder aufleben lassen. Trotzdem vermerkt auch dieser Bericht, dass der Klimawandel das Wetter schon verändert hat. Nämlich gerade dadurch, dass so etwas wie ein früher normaler Spätwinter so selten geworden ist. Vom Deutschen Wetterdienst kommt die dazu gehörige Grafik: 


    Während also im Zeitraum zwischen 1961 und 1990 die mittleren Temperaturen in Deutschland im Februar noch winterlich waren und Mitte Februar sogar für einige Tage sanken (mit einer kalten Nordost-Strömung), verschwand seit 1991 dieses Temperaturtal und die Temperaturen schrauben sich bis Ende Februar viel schneller nach oben. Dass sich in diesem Jahr ein altes Muster wiederholt, kann aber keine Entwarnung signalisieren. Denn der Klima-Umbruch ist nicht nur mit einer langsamen Erwärmung verbunden, sondern verändert globale konkrete Wirkungsketten, die auf das Wetter einwirken. Stefan Rahmsdorf berichtet gerade davon, dass die Erwärmung der Arktis zu grundlegenden Veränderungen des sog. Jetstreams, eines Starkwindes um die Pole herum, führt, die normalerweise die kalten Luftmassen im Polarbereich festhalten. Durch die Erwärmung der Aktis ist jedoch die Temperaturdifferenz zwischen Pol und Rest der Welt nicht mehr so groß, wodurch dieser Jetstream destabilisiert wird und sog. "Polarwirbel" weiter nach Süden reichen. Diese Polarwirbel führen zu außergewöhnlichen Winter- und Schneephänomenen in südlichen Breiten. In den USA gab es dies in den letzten Jahren häufiger und diese Kältewellen werden ausgerechnet als Argument gegen den Klimawandel verwendet. Dass die "Rekordkälte in Nordamerika kein Widerspruch zum Klimawandel" ist, ergibt sich aus der Erklärung der Entstehung dieser Polarwirbel. So erträglich das alles noch ist - der Klima-Umbruch hat begonnen. Er wird die Zukunft mehr bestimmen als alles andere, was heute noch gehypt wird und was uns heute entweder von den Problemen ablenkt oder wovor wir uns heute fürchten...